Alexandra, 30, Bamberg: Will eine eine Freundschaft Plus finden

Kürzlich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer Kollegin. Sie erzählte mir, dass sie nun erfolgreich glücklicher Minge geworden sei. Ich fragte sie was ein Mingle denn ist. Scheinbar bin ich nicht mit den aktuellen Trends und Ausdrücken vertraut.

Sie erklärte mir, dass ein Mingle eine Person ist, die offiziell solo ist, aber dennoch Sex mit einem halbwegs festen Partner hat. Dabei läuft ist alles recht unverbindlich, sprich man hat seine Freiheiten und fühlt sich nicht eingeengt.
Man ist miteinander befreundet, mitunter nimmt das sogar beziehungsähnliche Formen an, ohne aber zu einer echt verbindlichen Liebesbeziehung auszuarten. Also man darf natürlich auch noch mit anderen Leuten flirten und so.
Und selbst wenn man doch mal mit einem anderen schläft ist es kein Weltuntergang, da man ja nicht fest zusammen ist. Auf jeden Fall ist der freundschaftliche Aspekt etwas, dass die Sache von einer reinen Bettgeschichte unterscheidet.
Diese Freundschaft mit gewissen Vorzüge klingt für mich sehr interessant und nach einem komfortablen Konstrukt für Menschen wie mich, die gerne solo bleiben, aber dennoch eine gewisse Intimität zu einer anderen Person suchen.
Gerade wenn man starke Bindungsängste hat, wie ich. Denn sobald es zu fest wurde, habe ich Muffensausen bekommen und habe die Sache lieber beendet.

Es besteht natürlich immer die Gefahr sich doch ineinander zu verlieben, dies sollte von Anfang geklärt sein.

Also ich finde das wirklich toll und würde gerne den Versuch wagen hier mit jemanden diese Freundschaft Plus zu beginnen. Wird wahrscheinlich schwieriger als ich es mir vorstelle, aber man kann es ja mal ausprobieren.
Besonders schätze ich es, dass man dabei nicht wirklich emotional verletzt wird. Dafür ist die Sache ja nicht fest genug. Auch kann ich meine überzogenen Ansprüche etwas herunterschrauben, denn ich suche ja nicht die große Liebe bei der alles total perfekt sein muss.
Besonders praktisch finde ich es, dass man so nicht mehr einsam fühlen muss. Hat man gerade mal den Depri-Blues, dann ruft man eben seinen Minglekumpel an und glotzt zusammen eine Runde Filme oder dreht eine eine Runde Bettsport – oder besser noch beides! Ist doch eine tolle Sache!
Und was ich auch sehr schätze: Man wird nicht mit Fragen gelöchert, was man die Tage gemacht hat, mit wem man sich getroffen hat oder warum man sich nicht gemeldet hat. Das schätze ich doch sehr.
Klar, fühlt man sich wohl manchmal etwas unsicher wie man gerade zueinander steht, aber das ist mir deutlich lieber als das Gegenteil. Lieber ist etwas zu unverbindlich als zu verbindlich. Das kommt mir sehr entgegen.

Und noch ein Punkt: Ich bin kein romantischer Mensch. Romantische Ambitionen erzeugen in mir immer das Gefühl wegrennen zu müssen und erzeugen ein Gefühl der Melancholie in mir. Genauer gesagt: Ich hasse Romantik!
Da bin ich doch mehr eine Freundin klarer Ansagen und von gnadenloser Ehrlichkeit.

Vielleicht stelle ich mir das alles zu einfach vor, aber meiner Kollegin scheint es ganz gut zu funktionieren. Wer probiert es mit mir zusammen aus?

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